Ähnliche Inhalte
Die Mami-Teilzeit-Falle
Design für den Automaten
Austern leben
Zum Wissen verführt
Aus dem Rhythmus

Seit 2005 bietet StudiVersum gut recherchierte, fundierte und unterhaltsame Artikel und ist gemäss IHA-GfK die bekannteste und beliebteste Publikation im Hochschulumfeld.
www.studiversum.ch
STUDIVERSUM 42, DAS BUCH, QUIZ – Wie wählerisch bist du bei deiner Lektüre? Gibst du gerne mit deinen Büchern an? Oder verschlingst du jedes Buch, das du in die Finger kriegst? Mach den Test und finde heraus, was dein Leseverhalten über dich aussagt!
von Marina Lienhard
a) Das Titelbild ist farbig; der Titel und der Name des Autors oder der Autorin (in Reliefprägung und mit Glanzlack geschrieben) bedecken etwa die Hälfte des Bildes.
b) Don’t judge a book by it’s cover!
c) Es ist in Leinen eingebunden und hat ein rotes Lesebändchen. Der Titel ist goldgeprägt.
a) «Wenn du sicher bist, dass du dem anderen ein rechtes Unglück angerichtet hast, dann denkt er auch an dich. Sonst machen die meisten Männer aber die Frauen unglücklich, und eine Gegenseitigkeit ist nicht da, denn wir haben es mit dem natürlichen Unglück, dem unabwendbaren, das von der Krankheit der Männer kommt, zu tun, deretwegen die Frauen soviel nachdenken müssen und, kaum angelernt, wieder umlernen müssen, denn wenn man über jemand immerzu nachdenken muss und für ihn Gefühle erzeugen muss, dann wird man regelrecht unglücklich. Das Unglück verdoppelt, verdreifacht, verhundertfacht sich mit der Zeit obendrein. Jemand, der dem Unglück ausweichen möchte, bräuchte nur nach ein paar Tagen jedes Mal Schluss zu machen.»
b) «‹Das kannst du mir doch nicht antun! Ich liebe dich doch! Und du liebst mich! Und sie hat doch längst einen anderen! Nein, nein, das sagst du doch nur so, um mich zu erschrecken, nicht wahr? O bitte, Liebling…› Sie stürzte auf ihn zu und klammerte sich an ihn. Er brauchte alle Kraft, um ihre Hände von sich zu lösen. ‹Wir hatten eine schöne Zeit. – Lass uns so auseinandergehen, dass wir sie in guter Erinnerung behalten können.›»
a) Im NZZ-Feuilleton.
b) Ich sehe auf Amazon nach, ob der neue Band meiner Lieblingsserie schon erschienen ist.
c) Ich frage meine Freunde nach Empfehlungen.
a) Im Bett.
b) Im Lesesessel im Wohnzimmer.
c) Im Tram, an der Uni, im Bett, in der Küche, überall!
a) «Beim Bach wurden sie vom Stamm einer Buche brüsk gestoppt. Ott, vom Aufprall benommen, lockerte seinen Griff. Blank bekam die Hand mit dem Messer frei. Er drehte Ott den Arm auf den Rücken und setzte die Spitze des Jagdmessers zwischen der dritten und der vierten Rippe links an. Never hesitate. Aber etwas hinderte ihn daran zuzustossen. Blank liess Ott los. Er stand auf, klappte das Messer zu und liess es in die Tasche gleiten. Ott lag keuchend vor ihm im Matsch aus Laub, Walderde und Schnee.»
b) «Der Schauende dort sass, wie er einst gesessen, als zuerst von jener Schwelle zurückgesandt, dieser dämmergraue Blick dem seinen begegnet war. Sein Haupt war an der Lehne des Stuhles langsam der Bewegung des draussen Schreitenden gefolgt; nun hob es sich, gleichsam dem Blicke entgegen, und sank auf die Brust, so dass seine Augen von unten sahen, indes sein Antlitz den schlaffen, innig versunkenen Ausdruck tiefen Schlummers zeigte. Ihm war aber, als ob der bleiche und liebliche Psychagog dort draussen ihm lächle, ihm winke; als ob er, die Hand aus der Hüfte lösend, hinausdeute, voranschwebe ins Verheissungsvoll-Ungeheure. Und, wie so oft, machte er sich auf, ihm zu folgen.»
a) Ich muss Lust haben, weiterzulesen.
b) Ein Buch muss sein wie eine Axt für das gefrorene Meer in uns.
c) Ich muss alles um mich herum vergessen können.
a) Eugen Ruge.
b) Keine Ahnung.
c) Judith Schalansky.
a) «Das rechte Fenster wurde von einem gigantischen Plakat bedeckt, violett wie die des Ministeriums, doch mit knallgelben Buchstaben beschriftet: Wer ängstigt noch Du-weisst-schon wer? Ihr solltet EHER Angst haben vor DU-SCHEISST-NIE-MEHR – der Verstopfungssensation, die die Nation in Atem hält! Harry fing an zu lachen.»
b) «Dünndarm und Dickdarm treffen bei Deggendorf schräg aufeinander. Die Verdauung Mitteleuropas hat bei Deggendorf eine wichtige Schnittstelle. Der Dünndarm verliert sich im Dickdarm. Der Dünndarm löst sich im Dickdarm folgerichtig auf. Der Dickdarm hat einige Substanzen aufzuweisen, die auch der Dünndarm noch nicht kennt. Passau als weitere Schnittstelle, ein zweiter Dünndarm schwenkt ein. Linz, Wien, in Österreich beeilt sich die Donau. Für den Dickdarm fängt der Osten mit der Tschechoslowakei an.»
a) Heyne, Hanser und Bastei.
b) Klare Sache: Suhrkamp.
c) Der Verlag spielt für mich keine Rolle.
a) Klar, wenn sie spannend sind.
b) Höchstens Sherlock Holmes.
c) Am liebsten Jerry Cotton.
Hier siehst du wie viele Punkte du für deine Antworten bekommst. Zähle sie zusammen und schau unten, ob du zu den Posern, Leseratten oder Geniessern gehörst.
1. a) 9 Punkte, b) 6 Punkte, c) 3 Punkte
2. a) 3 Punkte, b) 9 Punkte
3. a) 3 Punkte, b) 9 Punkte, c) 6 Punkte
4. a) 9 Punkte, b) 3 Punkte, c) 6 Punkte
5. a) 9 Punkte, b) 3 Punkte
6. a) 6 Punkte, b) 3 Punkte, c) 9 Punkte
7. a) 3 Punkte, b) 9 Punkte, c) 6 Punkte
8. a) 9 Punkte, b) 3 Punkte
9. a) 9 Punkte, b) 3 Punkte, c) 6 Punkte
10. a) 6 Punkte, b) 3 Punkte, c) 9 Punkte
Das NZZ-Feuilleton ist deine Bibel: Was da gut wegkommt, liegt eine Woche später auf deinem Nachttisch. Dein Bücherregal ist das imposanteste an deiner Wohnung und Gäste suchen in der Goethe-Gesamtausgabe vergeblich nach doppelten Böden. Dir sind Bücher sehr wichtig und du magst dein intellektuelles Image. Doch ehrlich, wie viele der Bücher in deinem Regal hast du wirklich gelesen? Und was ist das da unter deiner Bettdecke? Doch nicht etwa Harry Potter?
Der neue Liebesroman von Nora Roberts, die Krimis von Donna Leon, die Epen von Homer, die gesammelten Gedichte Else Lasker Schülers, Dürrenmatts Theaterstücke oder die Sookie Stackhouse-Reihe von Charlaine Harris – du liest alles was dir in die Finger kommt. Die Unterscheidung von E- und U-Kultur hast du längst überwunden; alles was Spass macht und/oder dich interessiert ist erlaubt. Lass dich nicht beirren!
Du kannst kaum warten, bis der neue Roman deiner Lieblingsreihe draussen ist. Am liebsten verschlingst du ihn dann in der Badewanne und lässt dabei Vanille-Duftkerzen brennen. Mit den grossen Klassikern der Weltliteratur kannst du nicht viel anfangen: Wo bleibt die Spannung, wo die Liebe, wo die Unterhaltung? Da siehst du dir lieber noch die Verfilmungen im Fernsehen an. Womöglich hast du in der Schule auch ein Goethe-Trauma erlitten. Oder ein Shakespeare-Trauma. Aber mach dir keine Sorgen, damit kann man sehr gut leben.
Frage 2
a) Ingeborg Bachmann: Malina, Frankfurt 1980, S. 286–287.
b) Jutta von Kampen: Was haben wir angerichtet! Als Graf Gregor der Versuchung erlag (Band Nr. 164 der Reihe Fürstenkinder), Hamburg, S. 55.
Frage 5
a) Martin Suter: Die dunkle Seite des Mondes, Zürich 2000, S. 314.
b) Thomas Mann: Der Tod in Venedig, Frankfurt 1992, S. 139.
Frage 8
a) Joanne K. Rowling: Harry Potter und der Halbblutprinz, Hamburg 2005, S. 119–120.
b) Andreas Neumeister: Ausdeutschen, Frankfurt 1994, S. 50.
Tags: Buch, Lesen, Quiz, StudiVersum, Test
Artikel erschienen am 03.01.2012 um 08:16 Uhr
Copyright © 2012 Campus Lab AG, all rights reserved.