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Sportliche Studenten

Studierende sind deutlich aktiver und sportlicher als ihre Altersgenossen, die keine Hochschule besuchen. Dies zeigt eine Studie der L&S Sozialforschung, die im Auftrag der Schweizer Hochschulsport Direktoren Konferenz durchgeführt wurde. Die Studie beruht auf einer Onlinebefragung von 16’856 Studierenden an 14 Schweizer Hochschulen.

Der Anteil an sehr aktiven Sportlern ist unter den Studierenden signifikant höher als in der Gesamtbevölkerung und in der Altersgruppe der 20- bis 34-Jährigen, der Anteil an Inaktiven dagegen deutlich tiefer. Insbesondere lässt sich bei den Sport- und Bewegungsaktivitäten der Studierenden kein Röstigraben zwischen Deutsch- und Westschweiz ausmachen, wie wir ihn ausgeprägt in der Gesamtbevölkerung finden.

Motive zur sportlichen Aktivität/Inaktivität

Sport treiben die Studierenden vor allem, um gesund und fit zu bleiben, weil Sport Spass macht und einen Ausgleich zum Studium bietet. Das Naturerlebnis, die Figur und die Geselligkeit sind weitere wichtige Sportmotive. Die Herausforderung des sportlichen Wettkampfes sucht dagegen nur eine Minderheit aller sporttreibenden Studierenden.
Die Sportbegeisterung unter den Studierenden ist so gross, dass vier Fünftel gerne noch mehr Sport treiben würden, wenn sie mehr Zeit hätten und ihre Arbeitsbelastungen geringer wären.
8 Prozent der Studierenden sind erklärte Nichtsportler. Diese Zahl ist zwar im Vergleich zur Gesamtbevölkerung klein, sie muss aber trotzdem ernst genommen werden. Denn Sportabstinenz geht in aller Regel mit einem klaren Bewegungsmangel einher. Die wichtigsten Gründe für die Inaktivität sind mangelnde Zeit und fehlendes Interesse, wobei Frauen das Erstere, Männer das Letztere stärker betonen. Immerhin zwei Drittel der inaktiven Studierenden würden gerne mit Sporttreiben beginnen.
Damit der Wunsch zur Wirklichkeit wird, bräuchte es in erster Linie mehr Zeit und eine Person aus dem Bekanntenkreis, die einem den Einstieg erleichtern würde.

Teilnahme am Hochschulsport

Einen wesentlichen Beitrag zu einem bewegten Studentenleben leistet der Hochschulsport. Im Gegensatz zum Sport im Allgemeinen sind die Frauen im Hochschulsport aktiver als die Männer, welche sich dafür häufiger in den Sportvereinen engagieren. Jede dritte Studentin und jeder vierte Student nehmen mindestens wöchentlich am Hochschulsport teil. Die Teilnahme am Hochschulsport geht im Laufe des Studiums nicht zurück und ist auch bei den Assistierenden und Doktorierenden unvermindert hoch.

Beurteilung des Hochschulsports

Eine detaillierte Analyse der Beurteilungen unterschiedlichster Aspekte und Qualitätsmerkmale zeigt, dass der Hochschulsport insgesamt gute Noten erhält.
Ein gutes Zeugnis wird überall den Trainingsleiterinnen und –leitern ausgestellt, deren persönliche, fachliche und sportliche Kompetenzen überaus positiv beurteilt werden. Gute Noten gibt es auch für die Infrastruktur.
Am meisten kritische Stimmen gibt es bei der Gruppengrösse und der Belegungsdichte. Hier wird gewissermassen die Schattenseite der Beliebtheit und des Erfolgs des Hochschulsports sichtbar.
Weiter spielt bei der Beurteilung des Hochschulsports das Geschlecht eine Rolle: Studentinnen bewerten den Hochschulsport noch etwas positiver als Studenten. Und schliesslich ist auch die Häufigkeit der T eilnahme relevant: Wer regelmässig am Hochschulsport teilnimmt, bewertet den Hochschulsport signifikant besser als die sporadischen Teilnehmer.
Setzt man die Bewertungen der einzelnen Bereiche mit deren Relevanz in Beziehung, so zeigt sich, dass sämtliche Bereiche von den Studierenden nicht nur als gut, sondern auch als wichtig eingeschätzt werden.

Tags: bewegt, Schweiz, Sport, Studenten, Uni
Artikel erschienen am 22.11.2011 um 15:14 Uhr