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Just do it!

Es gibt sie! Die Studenten, die das Studium nicht als Dauerzustand sehen, sondern als Weg zum Ziel. Kein Masterstudium sondern ein Masterplan steht in ihrem Sinn und das Zauberwort nennt sich «Selbstständigkeit».

von Claudia Piwecki

Manch einer wagt es erst nach Jahren Erfahrung sammeln, andere schmeissen sich direkt ins kalte Wasser. So gross der Traum nach beruflicher Unabhängigkeit auch sein mag, einfach umzusetzen ist er keineswegs. Wer nicht gerade Wirtschaft, Jus und sonst noch was studiert hat, braucht früher oder später Hilfe von Dritten. Damit man sich nicht von Anfang an in Schulden abfällt oder Berufsherzen brechen, gibt es Unternehmen und Leute, die einen auf dem Weg zum eigenen Chefsein begleiten.

Startzentrum

Eine davon ist das Startzentrum. Mittlerweile in allen grossen Schweizer Städten, existiert es als Genossenschaft der Kantone seit circa 10 Jahren. Die Idee dahinter ist einfach: in einem grossen Komplex mietet man sein Büro – variierend nach Grösse und Kapital der entstehenden Firma. Die Infrastruktur wird wie in einer grossen WG geteilt: Empfang, Büroräume, Beamer und alles was das Berufsherz zum Weiterschlagen braucht. Wer noch nicht soweit ist, kann sich bei den ersten Minischritten beraten lassen. Eine kostenlose Erstberatung kann kostenlos in Anspruch genommen werden. In der hauseigenen Beratungsstelle lassen sich Geschäftsideen finden, Businesspläne erstellen, Ideen zur Kapitalgebung umsetzen, Rechtsfragen beantworten oder auch nur eine grundsätzliche Fragen klären lassen, ob die Idee die einem im Kopf herum schwirrt überhaupt Zukunftspotenzial hat.

Erfolgsgeschichten

Verwaltungsratspräsident des Startzentrum Zürich ist Stefan Vogler, der sich einst selbst vom diplomierten Grafiker zum eigenständigen Unternehmensberater gemausert hat. Er sagt, dass innerhalb der ersten 5 Jahre 50% der Jungunternehmen aufgeben müssen – oft leider nur, weil sie das nötige organisatorische Know-How nicht hatten. Seiner Meinung nach lassen sich auch noch zu viele durch solche Zahlen abschrecken. Dabei ist die Selbstständigkeit gerade in jungen Jahren, wenn man noch keine zusätzlichen Verpflichtungen ausser sich selbst hat, nicht viel riskanter als eine Festanstellung in einem Unternehmen. Ursprünglich ein Projekt der ETH, ruft Stefan Vogler nun Studenten jeder Fachrichtung dazu auf, den Sprung zu versuchen. Es braucht Mut und eine gute Idee, doch mit einer festen Teilzeitstelle nebenher schrumpft das finanzielle Risiko schon erheblich. Viel Ausdauer ist anfangs nötig, um Kunden zu finden, denn die kommen trotz allem nicht von alleine. Bis es soweit ist, steht das Startzentrum mit Rat und Tat zur Seite.

Recht auf Beratung

Die Non-Profit-Organisation Business Tools AG bietet Seminare und Kurse zur Firmengründung an, die sich reger Beliebtheit erfreuen. Zweimal im Jahr finden ein Startupday und die Startmesse statt. Da stehen während einem Tag Handelsregister, Anwälte, Mehrwertsteuerexperten und viele mehr beisammen und man kann sich überall kostenlos beraten lassen. Wie wichtig gute Beratung ist, zeigt die Erfolgsquote des Startzentrums: 95% der Jungunternehmen dort bleiben im Markt bestehen. Deshalb rät Stefan Vogler jedem, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen, denn verlieren kann man noch nicht viel, sondern nur gewinnen – an Erfahrung und im besten Fall eine gutlaufende Firma.

Weitere Informationen zu den Events in diesem Jahr:
startzentrum.ch
btools.ch

Tags: Firmengründung, selbständig, Startzentrum
Artikel erschienen am 07.02.2011 um 17:01 Uhr

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