So wird die Wohnung nicht zur Kostenfalle

Das Studentenleben ist – so sagt man – hart und teuer. Besonders in der Schweiz. Wer nicht auf die Unterstützung der Eltern zählen kann oder über ein Stipendium verfügt, kommt bei den Lebenshaltungskosten mitunter ins Schwitzen. Unnötig hohe Ausgaben für die Miete sind oftmals der Hauptgrund für Geldsorgen.

Durchschnittlich 1820 Franken haben Studierende hierzulande zur Verfügung. Wer nicht mehr im Hotel Mama wohnt, benötigt im Schnitt jedoch 2090 Franken. Vor allem Miete (600 Franken) und Essen (350 Franken) sorgen dafür, dass Studierende finanzielle Sorgen haben. Dabei geht es auch entspannter. Denn viele Studierenden wohnen zu teuer und könnten mit der Wahl der richtigen Wohnung bereits viel sparen.

Garten und Lift sind Luxus

Einige Annehmlichkeiten, die in der elterlichen Wohnung Standard waren, sind für Studenten nicht zwingend nötig. Eine teure Einbauküche mit moderner Spülmaschine, die mitvermietet wird, kann den Preis in die Höhe treiben. Ein eigener Garten, dessen Pflege bezahlt werden muss, erhöht Mietpreis oder Nebenkosten. Ebenso ein wartungsintensiver Lift, denn junge und fitte Studenten ohnehin nicht unbedingt brauchen.

Auf den Wohnort kommt es an

Die Höhe der Mietkosten ist nicht nur abhängig von der Wohnungsgröße und der Wohnungsausstattung, sondern sie wird auch ganz entscheidend durch die geografische Lage bestimmt. So gehören Genf und Zürich zu den teuersten Mietgegenden Europas. Günstiger wohnt man in den Städten Basel und Bern. Bei der Wahl seines Studienortes sollte man sich daher schon vorab informieren, in welchen Regionen der Schweiz die Mieten günstig sind. Unter Umständen ist eine Wohnung am Stadtrand oder einem Vorort eher zu finanzieren als eine mitten im Stadtzentrum.

Geteilte Kosten durch Wohngemeinschaften

Das Leben in einer WG spart nicht nur Kosten, sondern ermöglicht auch, in einer neuen Stadt schnell Anschluss zu finden. Dadurch, dass nicht nur Miete und Nebenkosten, sondern beispielsweise auch Fixkosten wie das Internet durch die Anzahl aller Bewohner geteilt werden, ist ein WG-Zimmer eigentlich immer günstiger als eine einzelne Einzimmerwohnung. Auch Städte oder Stadtteile, die für eine Person unerschwinglich sind, sind als grössere WG plötzlich bezahlbar. Freundschaften für das Leben inklusive.

In die eigenen vier Wände investieren

Wer in der glücklichen Situation ist, Rücklagen zu besitzen oder eine größere Geldsumme geerbt hat, für den eröffnet sich noch eine ganz andere Option zu sparen: Nämlich in eine eigene Immobilie zu investieren. Das kann in Einzelfällen sinnvoller sein, als Monat für Monat Miete an einen Vermieter zu zahlen. Gerade bei der aktuellen Niedrigzinsphase kann der Kauf einer eigenen Immobilie Sinn machen. Ob man sich die Traumwohnung tatsächlich leisten kann, ermittelt der Hypothekenrechner von Moneypark. Wenn die monatliche Rate und der Mietpreis ungefähr gleich ausfallen, ist der Kauf eine Überlegung wert. Selbst wenn der Betrag geringfügig höher ist als eine günstige Einzimmerwohnung, macht die Investition in eine Immobilie mitunter Sinn. Denn die eigenen vier Wände sind auch Vorsorge für die Zukunft.

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