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Tipps für ein angenehmes WG-Leben

Das Zusammenleben mit anderen kann manchmal echt mühsam sein! Tipps, wie das WG-Leben nicht zum Frust wird.

von Linda Solanki

- Die allererste Frage, die du dir stellen musst: Mit wem möchte ich zusammenleben? Frau? Mann? Fremder? Beste Freundin? Einer? Zwei? Drei? Bedenke dabei, dass das Zusammenziehen schon so manche Freundschaften zerstört hat, denn man lernt neue – und nicht immer angenehme – Seiten aneinander kennen. Ein gemeinsamer Urlaub vorab ist ein guter Test, um herauszufinden, wie gut ihr miteinander klarkommt, wenn ihr ständig aufeinander hockt.

- Bist du erst einmal eingezogen, ist das wichtigste wohl der Ämtliplan. Klingt nach Kindergarten, kann aber so manchen Streit verhindern. Jeder soll seinen Beitrag zur Erhaltung der allgemeinen Ordnung und Sauberkeit beitragen. Am besten macht ihr einen Tag ab, an dem alle gemeinsam putzen. Den Kühlschrank zu säubern fühlt sich weniger doof an, während ein anderer gleichzeitig das Klo schrubbt. Um dem ganzen sogar noch Spasspotential zu entlocken, dreht ihr dabei einfach eure Lieblingssongs auf volle Lautstärke. Und ruck-zuck ist’s wieder sauber!

- Gemeinsame Bereiche sollten immer einigermassen aufgeräumt und sauber sein. Im Bad also erst den Kontrollblick nach hinten, bevor man es verlässt. Im Zweifelsfall lieber einen Griff nach dem WC-Bürsteli zu viel als zu wenig.

- Richtet euch ein gemütliches Wohnzimmer ein, oder, falls ihr keines habt, macht die Küche zu eurem Treffpunkt. Es ist wichtig, dass ihr einen Raum habt, in dem alle zusammen abhängen können - genauso wichtig wie dass jeder sein eigenes Reich hat, in das er sich bei Bedarf zurück ziehen kann. Jeder braucht mal Zeit für sich alleine. Das sollten die anderen akzeptieren und respektieren.

- Allerdings sollst du dich auch nicht ständig in deinem Zimmer verkriechen. Unternimm etwas mit deinen Mitbewohnern! Kocht zusammen, schaut gemeinsam die neusten Folgen von «The Big Bang Theory», oder macht auch mal etwas ausser Haus. WG-Partys sind auch nie verkehrt. Warnt aber unbedingt eure Nachbarn vor, sonst war’s das vielleicht bald mit eurer WG!

- Einer von euch ist verliebt? Schön! Aber wenn der Freund der Mitbewohnerin sieben Tage die Woche bei euch abhängt, deine Milchschnitten auffuttert und das ständig das letzte Klopapier aufbraucht, soll er auch einen Beitrag zahlen. Allgemein ist es klug, im Vorhinein zu besprechen, wie ihr es mit Besuchen haltet. Herrscht bei euch Open-House-Prinzip? Oder nervt es jemanden, wenn ständig Fremde auf dem Sofa hocken? Grundsätzlich sollte jedoch jeder in seinem eigenen Zimmer machen dürfen, wie es ihm beliebt.

- Beim Essen gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder ihr geht einmal die Woche gemeinsam einkaufen und teilt die Summe. Das empfiehlt sich vor allem, wenn ihr oft zusammen speist und nicht sehr geizig seid. Oder aber jeder kauft seinen eigenen Kram und hat sein eigenes Fach im Kühlschrank. Wenn du in einer Après-Ausgangs-Fressattacke die veganen Bio-Mais-Chips deines Mitbewohner verputzt hast, solltest du sie ihm so schnell wie möglich ersetzen.

- Konflikte sollten möglichst früh angesprochen werden. Klar, nicht jede Kleinigkeit muss geäussert werden, aber wenn dich etwas stört, sag es! Sonst staut sich der Frust an bis zum grossen Knall. Und danach lässt sich nur schwer in Harmonie zurückfallen.

- Du hast alle Tipps befolgt, aber leider wohnst du mit fünf sturen Stinktieren zusammen? Dann ist es Zeit, die WG zu wechseln! Schaust am besten gleich in unserer Rubrik «Wohnen» nach!