Image - Der erste und der letzte Eindruck

Die erste Begegnung mit einem Fremden löst in uns eine Vielzahl von Reaktionen aus. Blitzschnell und instinktiv versuchen wir, ihn in eine uns bekannte Kategorie einzuordnen.

Dazu haben wir nicht sehr viele Hilfsmittel. Wir nehmen wahr, wie er aussieht, welche Kleidung er trägt und vielleicht noch seinen Gesichtsausdruck. Diese erste Einstufung passiert in Sekundenschnelle in unserem Unterbewusstsein. Psychologen und Kommunikationswissenschaftler setzen sich vermehrt mit diesem Phänomen auseinander, denn unsere Welt dreht sich immer schneller und Entscheidungen müssen in immer kürzerer Zeit gefällt werden. Wollen wir andere von uns überzeugen, so muss das in den ersten Sekunden geschehen – sonst haben wir verloren. Nur wer versteht, diesen ersten Eindruck positiv zu gestalten, wird die Nase vorne haben.

Legt der erste Eindruck die grundlegenden Kategorien des Beurteilungsmassstabes, so ist doch der letzte Eindruck massgebend für die Erinnerung. Erst nachdem sich der Gesprächspartner verabschiedet hat, wird er das Gespräch Revue passieren lassen und Vergleiche anstellen. Da wir Informationen und Eindrücke, die wir zuletzt erhalten haben, besser im Gedächtnis behalten als
frühere, kommt somit auch dem letzten Eindruck eine prägende Bedeutung zu. Bleiben Sie also auch am Ende einer Begegnung gleichermassen aktiv, interessiert und zuvorkommend, und lassen Sie sich niemals zu vertraulichen, persönlichen oder unüberlegten Aussagen verleiten. Sie riskieren sonst, dass eine vormals angenehme Stimmung oder Begegnung durch einen Patzer am Schluss unangemessen negativ beurteilt wird.

Wie entsteht ein Image?

Image ist ein englischer Begriff und beinhaltet alle Erwartungen und Vorstellungen, die subjektiv mit einer Persönlichkeit, einem Produkt oder einem Unternehmen verbunden sind. Das Image einer Person ist also nicht das, was sie wirklich ist, sondern so, wie sie von anderen wahrgenommen wird. Das Image entsteht aus vielen kleinen Einzelteilen, zu vergleichen mit
einem Mosaik. Es können immer wieder neue Teile hinzugefügt oder ausgetauscht werden. Doch die ersten Umrisse des Bildes entstehen blitzschnell, in den wenigen Sekunden des ersten Eindruckes. Diese «Schubladisierung» ist keinesfalls böswillig, sondern seit Urzeiten fürs Überleben notwendig. Wir müssen sofort entscheiden können, ob unser Gegenüber gefährlich ist oder ob wir unsere innere Bewaffnung niederlegen können. Diese erste Einschätzung dient also noch heute unserem Selbstschutz

Wie wir wahrnehmen, kommt natürlich auch auf unsere momentane Stimmung und unser Umfeld an. Bei einem gemütlichen, fröhlichen Abendessen bei Freunden begegnen wir einem Fremden sicher viel positiver, als wenn wir dieselbe Person morgens um sieben im überfüllten Bus treffen. Auch all unsere bisher gemachten Erfahrungen beeinflussen unsere Wahrnehmung. Der erste Eindruck ist ein ganzes Paket von Mimik, Körpersprache, Stimme, Sprechweise und Kleidung. Farben und Formen unserer Kleidung – auch unser persönlicher Stil genannt – sagen mehr als tausend Worte.

Wenn wir die Wirkung unserer Kleidung kennen, können wir sie auch gezielteinsetzen.

Nutzen Sie also die Chance des ersten Eindrucks – es ist oftmals Ihre grösste!