Zunehmende Fehlsichtigkeit unter Studenten – Warum werden unsere Augen eigentlich immer schlechter?

Was Studien immer wieder belegen: Bereits Kinder und Jugendliche leiden massiv unter Fehlsichtigkeit – insbesondere unter Kurzsichtigkeit. Der alarmierende Faktor daran ist, dass diese auftretende Sehschwäche bei vielen unentdeckt oder unbehandelt bleibt und sich dann immer weiter fortsetzt. So beginnen junge Erwachsene mit ihrem Studium und werden zunehmend mit den negativen Auswirkungen einer Fehlsichtigkeit konfrontiert. Viele leiden darunter.

Als Gründe für das schlechtere Sehen schon in jungen Jahren werden unsere veränderten Lebensumstände und auch das erhöhte Bildungslevel genannt. Dass aber auch die Digitalisierung schädlich für die Augen sein kann und dazu beiträgt, das Sehvermögen zu verschlechtern, ist längst bekannt. Und da bereits in Schulen begonnen wird, auf digitale Medien als Lehrmittel zu setzen, verbringen bereits Schüler zu viel Zeit vor Smartphone, Tablet & Co. Dies macht natürlich auch vor den Toren der Universitäten keinen Halt. Im Gegenteil, das Pensum steigt: Semesterarbeiten wollen geschrieben werden, für die aufwendige Recherchen notwendig sind. Das Lesen von Fachbüchern und Artikeln geschieht dabei immer mehr am PC – Studenten verbringen fast die gesamte Zeit des Tages im sogenannten Nahsehmodus.

Unbehandelte Sehschwächen führen zu Beeinträchtigungen im Alltag

Bei einer unentdeckten Sehschwäche oder, wenn beispielsweise eine Kurzsichtigkeit nicht durch eine entsprechende Sehhilfe ausgeglichen wird, kommt es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu körperlichen Beeinträchtigungen und Beschwerden. Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel, Konzentrationsmangel und Müdigkeit sind die häufigsten Symptome. Auch müssen sich die Augen immer mehr anstrengen, um die Fehlsichtigkeit auszugleichen. Das kann gerade im Studium zu erheblichen Problemen führen. Wer hier nicht reagiert, befindet sich schnell in einem Teufelskreis. Denn wer beispielsweise ständig Kopfschmerzen hat, tut sich beim Lernen schwer. Das führt letztlich zu einem Motivationsverlust und eventuell auch zu schlechten Noten.

Was neben einer Sehhilfe noch getan werden kann

Wenn derartige Symptome auftreten, ist zu allererst ein Sehtest angeraten. Wird dabei eine Sehschwäche diagnostiziert, geht es um die Frage, ob eher eine Brille oder doch Kontaktlinsen für die persönlichen Bedürfnisse geeignet sind. Beide Sehhilfen haben ihre Vor- und Nachteile. Was vielen Menschen neben einer Sehhilfe fehlt, ist Zeit im Freien. Sie verbringen fast den gesamten Tag im Nahsehmodus: Bereits in der Früh wird das erste Mal aufs Handy geschaut, auf der Fahrt zur Uni der Laptop ausgepackt und bis abends ist er der ständige Begleiter. Abends läuft dann der Film zur geistigen Entspannung. Forscher aus den USA und Deutschland haben herausgefunden, welche Gründe für die zunehmende Kurzsichtigkeit bei Studenten verantwortlich sind und auch, wie man die Fehlsichtigkeit verhindern kann. So haben die Forschungen unter anderem ergeben, dass bereits regelmässige Aufenthalte an der frischen Luft und bei Tageslicht das Risiko, an Kurzsichtigkeit zu erleiden, enorm mindern.