Anlagetipps für Studenten

Geld zu sparen ist nicht einfach, schon gar nicht für Studierende. Dennoch sollten Studenten Geld anlegen. Langfristig gesehen, kann sich das schon mit kleinen Summen lohnen. Die Spardose im Regal ist als Sparanlage jedoch nicht gemeint.

Wenn es um Geldanlagen geht, haben Studierende viele Ausflüchte: zu anstrengend, zu kompliziert oder mit so wenig Geld nicht lohnend. Kaum ein Student hat eine persönliche Sparstrategie für die langfristige Kapitelbildung. Dass sich das Sparen mit studentischem Budget nicht lohnt, ist jedoch Unsinn. Auch Studenten können profitieren, wenn sie ihr Geld in ein Depot, ein Portfolio oder einen Sparplan stecken. Vor allem bei den Sparplänen können Studierende mit kleinen monatlichen Beträgen im Laufe mehrerer Jahre einiges ansparen.

Banksparpläne für Risikoscheue

Mit einem Sparplan können Studenten in kleinen Schritten ein Vermögen aufbauen. Bei einem Sparplan wird monatlich Geld in ein ausgewähltes Anlageprodukt gesteckt. Dies ist oft schon ab einem Betrag von 25 Euro monatlich sinnvoll. Bei einigen Sparplänen kann auch in anderen Intervallen Geld eingezahlt werden. Es gibt verschiedene Arten von Sparplänen. Die gängigste Variante ist der Banksparplan. Dabei zahlt der Anleger monatlich ein und bekommt nach der festgelegten Laufzeit das Geld plus Zinsen zurück. Bei manchen Bankplänen ist der Auslauftermin flexibel, und sie können nach Ablauf der Kündigungssperrfrist jederzeit aufgelöst werden. Das ist praktisch, falls das angelegte Geld doch eher benötigt wird. Banksparpläne sind mit wenig Risiko verbunden, die Rendite ist aufgrund der derzeitigen Niedrigzinsen jedoch mager. 

ETF-Sparpläne für Mutige

Studierende, die mehr aus ihrem Geld herausholen wollen, sollten sich das Fondsparen anschauen. Bei diesem Sparplan wird das Geld z. B. in Aktien, festverzinslichen Wertpapieren, am Geldmarkt und/oder in Immobilien angelegt. Die Renditen sind höher, das Risiko aber auch. Beim Fondsparen fallen außerdem Verwaltungsgebühren an. Für kleinere Sparbeträge lohnen sie sich daher nur bedingt. Eine Alternative sind ETF-Sparpläne. Die Verwaltungsgebühren sind niedriger und die Fonds ziemlich profitabel. ETF steht für „Exchange-traded funds“. Das Geld wird bequem und günstig mit einer gewissen Risikostreuung angelegt. Anders als beim klassischen Fondsparen fliesst es jedoch nicht in einzelne Aktien, sondern in einen Index, z. B. der Swiss Market Index SMI, der deutsche Aktienindex DAX oder der MSCI World für internationale Aktien. Da in ganze Aktienmärkte investiert wird, ist die Entwicklung in der Regel stabiler als bei einzelnen Aktientiteln. Die Investition in dieses neuartige Finanzangebot ist durch das Netz leichter geworden.

Der bekannte Hypothekarvermittler MoneyPark bietet gemeinsam mit der Glarner Kantonalbank (GLKN) und iShares einen ETF-Sparplan an, den man hier online ausfüllen kann. Einmal erstellt, läuft der Rest automatisch. Für Studenten besonders gut: Bei diesem Sparplan besteht kein Einzahlzwang. Beträge und Zeitabstände der Einzahlung sind flexibel. So muss man nichts einzahlen, falls das Geld einmal knapper sein sollte. Mit diesem ETF-Sparplan kann man jedoch nur starten, wenn man einmalig mindestens 5‘000 Franken investiert. Viel Geld für Studierende, aber vielleicht schlummern auf dem alten Sparbuch noch ein paar Franken, die umgeschichtet werden können.


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