Ausgleich zum Studium — Tipps zum Semesterbeginn

Der Semesterbeginn macht es für die Studierenden der Schweiz wieder erforderlich, den Blick auf den Stoff der Universität zu lenken. Die vorlesungsfreie Zeit neigt sich dem Ende zu, doch auch im Anschluss ist den Eingeschriebenen die richtige Balance zwischen Studium und Erholung wichtig. Wie ist es möglich, diese beiden Aspekte gekonnt unter einen Hut zu bringen?

Den Spätsommer nutzen

Obwohl das neue Semester offiziell bereits begann, ist es noch nicht zu spät, um die Freiheiten des Sommers zu geniessen. Da das Sommersemester traditionell sehr weit in die wohl schönste Jahreszeit hineinragt, fällt es Studierenden oftmals schwer, noch rechtzeitig die Freiheiten dieser Periode zu geniessen. Dazu zählt etwa der regelmäßige Besuch im Freibad, wo es möglich ist, das Studium gänzlich hinter sich zu lassen. Auch das Grillieren mit Freunden im Park ist trotz der oft beschriebenen Gesundheitsgefahr des Rauchs eine Option. In geselliger Runde bietet sich dort die Gelegenheit, die Zeit an der frischen Luft zu geniessen.

Zeit für sportliche Aktivitäten

Ein grosser Teil der Studierenden in der Schweiz nutzt die Semesterferien nach eigenen Angaben dazu, an der körperlichen Fitness zu arbeiten. Oft bleibt während der Vorlesungszeit nur wenig Luft, um dieses Hobby in den Mittelpunkt rücken zu können. Auch der Hochschulsport, der inzwischen in praktisch allen Hochschulen in der Schweiz angeboten wird, bleibt häufig keine perfekte Lösung. Gerade die Ferien eignen sich aus diesem Grund dazu, das Defizit zu beseitigen und sich wieder etwas mehr Zeit für die eigene Fitness zu nehmen.

Unter den beliebtesten Sportarten der Studierenden bewegt sich noch immer das Radfahren. Dabei kann das Velo auch als Transportmittel dienen, um etwa die Anfahrt zu einem schönen Urlaubsort zu bewältigen. Dem Vereinssport gelingt es derweil immer seltener, die Studierenden zu erreichen. Dies liegt daran, dass viele in den Semesterferien ihren Wohnort wechseln und dann in der Heimat zu finden sind. Dieses Wechseln zwischen zwei Wohnorten ist meist nicht dazu geeignet, um damit ein längeres Engagement in einem Sportverein in Verbindung zu bringen. So bleiben es leicht zu organisierende Einzelsportarten, die nach wie vor den Grosteil der Studenten erreichen.

Weiterbildung in den Ferien?

Manchmal scheint es, als könnten die eigenen Kommilitonen nie ganz vom Studium abschalten. Auch in den Semesterferien sind sie gerne dazu bereit, sich auf den zukünftigen Stoff zu konzentrieren und bereits die ersten Bücher zu lesen. Andere lenken den Blick über den Tellerrand und erlernen zum Beispiel eine neue Fremdsprache. Tatsächlich hängt es stark von der eigenen Motivation ab, ob die zusätzlichen Kurse und Seminare tatsächlich eine Alternative darstellen. Wer sich währenddessen trotzdem erholen kann, um fit in das neue Semester zu starten, kann die attraktiven Angebote seiner Universität dabei im vollen Umfang ausnutzen. Wird das Lernen jedoch zu einer zwanghaften Angewohnheit, so leidet unter Umständen die langfristige Produktivität darunter.

Aufbesserung des Geldbeutels

Mehr als die Hälfte der schweizerischen Studierenden hat einen Nebenjob. Für viele liegt darin die Möglichkeit, mehr finanzielle Unabhängigkeit von den Eltern zu erreichen. Andere sehen die kleine Arbeitsstelle als Chance, um sich im Alltag doch den einen oder anderen Luxus leisten zu können, wie etwa den Besuch in einem guten Restaurant oder eine besonders edle Party.

Nebenjobs während der Vorlesungszeit machen oft weniger als fünf Stunden pro Woche aus, weshalb immer mehr Studenten die Zeit zwischen den Semestern nutzen, um die eigene Kasse aufzubessern. Viele Firmen bieten dafür die Gelegenheit, temporär in eine normale 40-Stunden-Woche zu starten. Obwohl eine solche Beschäftigung womöglich den Urlaubsplänen im Wege steht, sehen Studenten darin ihre Chance. Schliesslich ist es nun möglich, ein ansehnliches Monatsgehalt zu erwirtschaften. Je nach dem, inwiefern der Arbeitgeber den eigenen Vorstellungen entspricht, ist es sogar möglich, die kompletten Mietkosten des neuen Semesters zu amortisieren.

Am Ende gibt es natürlich keinen richtigen Weg, wie die Semesterferien ausgefüllt werden sollten. Wer sich jedoch an die eine oder andere Routine gewöhnt, kann dabei nicht nur mehr Erholung gewinnen, sondern auch die persönliche Situation noch vorteilhafter gestalten. Dann kann in jedem Fall von gelungener Freizeit gesprochen werden.