Die perfekte Umgebung für effektives Lernen

Lernen ist während des Studiums eine der wichtigsten Tätigkeiten überhaupt. Wer hierbei möglichst Zeit sparen möchte, um das Lernen noch effektiver zu gestalten, der sollte besonders auf die Umgebung achten. Theoretisch können Fachbücher und entsprechende Skripte an jedem Ort gelesen werden. Doch wie lässt sich die Umgebung so gestalten, dass sich Studierende sehr gut konzentrieren können?

Zu Hause lernen oder doch lieber öffentliche Einrichtungen nutzen?

Während manche Studierende am liebsten zu Hause auf dem Sofa oder dem Bett lernen, setzen sich andere mitsamt ihrer Unterlagen zum Beispiel in die Bibliothek ihrer Hochschule. Generell gilt hier: Je mehr Ruhe in der jeweiligen Umgebung herrscht, desto eher eignet sich der Ort zum konzentrierten Lernen. Ist ein Studierender in den eigenen vier Wänden zum Beispiel von lärmenden WG-Partnern umgeben, sollte er sich besser einen anderen Ort aussuchen. Gleiches gilt für alle Studenten, die noch zu Hause bei der Familie wohnen. Lassen einen Eltern, Geschwister oder gar Haustiere einfach nicht zur Ruhe kommen, ist der Gang zur Bibliothek notwendig.

Neben der Unibibliothek kommen ausserdem öffentliche Archive oder spezielle Arbeitsplätze in Museen infrage. Hier ist in erster Linie die Nähe zum Wohnort oder zur Hochschule entscheidet. Einen Nachteil hat das Lernen außer Haus allerdings schon: Wer sich extra anziehen und fertig machen muss, den kostet das Pauken ein wenig mehr Überwindung. Sollte es dir an Selbstdisziplin mangeln, könnten dir diese fünf Tipps weiterhelfen. Zudem lässt sich der Arbeitsplatz zu Hause individuell so gestalten, dass ein gewisser Wohlfühlfaktor erreicht werden kann.

Welche Dinge fördern den Lerneffekt und welche stören den Wohlfühlfaktor?

Alle benötigen Hilfsmittel sollten bereits vor dem Beginn des Lernens bereitgelegt werden. Welche Dinge das konkret sind, hängt vom Lernenden ab. Während dem einen Stift, Papier und einige Bücher genügen, braucht der andere einen Laptop oder gar ein Tablet zum Zeichnen. Das hängt in erster Linie vom Studiengang und natürlich vom zu bearbeitenden Modul ab. In jedem Fall sollten sich Lernende bereits vorab überlegen, was sie alles brauchen werden. Jede Unterbrechung, um einen fehlenden Gegenstand zu ergänzen, stört den Lernfluss ungemein und die Konzentration leidet. Tipps und Tricks zur Förderung der Konzentration findest du hier.

Zudem spielt bei der Ausstattung des Arbeitsplatzes der individuelle Lerntyp eine große Rolle. Wer hauptsächlich lesend lernt, dem genügen eine sehr gute Beleuchtung und das entsprechende Buch. Manche Menschen lernen hingegen am besten, indem sie Informationen entweder in Form von Bildern oder in Form von Notizen visualisieren. Dann ist eine ausreichende Anzahl weißer Blätter oder eine neuer Block von Vorteil.

Der Arbeitsplatz an sich sollte auf jeden Fall an die Bedürfnisse des Lernenden angepasst sein. Ergonomische Stühle und Schreibtische, die sich in der Höhe verstellen lassen, sind zu empfehlen, vor allem wenn man sehr viel Zeit am persönlichen Arbeitsplatz verbringt. Eine grosse Auswahl an höhenverstellbaren Schreibtischen sind auf gaerner.ch zu finden.

Auf keinen Fall auf den Schreibtisch oder den Tisch in der Bibliothek gehören alle Dinge, welche vom Lernen ablenken. Das sind in erster Linie Smartphones, aber auch alle anderen Gegenstände, die zu Herumspielen einladen. Eine Internetverbindung sollte nur dann bestehen, wenn diese zu Recherchezwecken benötigt wird.

Optimale Bedingungen zum Lernen schaffen

Damit das Lesen die Augen nicht zu stark belastet und kein Müdigkeitseffekt eintritt, muss das Licht stimmen. Es sollte erstens hell genug und zweitens von neutraler Lichtfarbe sein. Auch die Raumtemperatur spielt eine Rolle beim Lernen. Ist es zum Beispiel im Hochsommer sehr heiss in einer Dachwohnung, so können Lernende die Bibliothek aufsuchen. Welche Temperatur sich am besten zum Lernen eignet, lässt sich pauschal nicht sagen. Während manche Lernende schnell schwitzen, sind andere eher verfroren. In der Regel eignen sich Temperaturen rund um 20°C am besten. Tendenziell macht eine warme Umgebung eher müde als eine kühle.

Die dritte wichtige Bedingung neben dem Licht und dem Klima ist ausreichender Sauerstoff. Es sollte in regelmässigen Abständen gelüftet werden, ansonsten kann die Lernfähigkeit unter dem Mangel an frischer Luft leiden. Wie oft genau gelüftet werden sollte, hängt von der Grösse des Raums und der Anzahl der anwesenden Personen ab.

Klare Unterscheidung zwischen Arbeit und Freizeit

Wer einen festen Arbeitsplatz hat, der kann sich mental bereits auf das Lernen einstellen. Sobald der Lernende sich an den entsprechenden Ort begibt, ist klar: Jetzt ist Konzentration gefragt. Innerhalb der festgelegten Lernumgebung sollte nicht gegessen oder mit anderen Menschen kommuniziert werden. Auch das Schlafen, Ausruhen oder Lesen von Freizeitlektüre ist an diesem Ort nicht empfehlenswert. Stattdessen sollten kleine Pausen dazu dienen, den Arbeitsplatz zu verlassen und sich ganz bewusst andernorts zu stärken oder zu entspannen.

Das Bett scheidet als Arbeitsplatz laut dieser Empfehlungen ebenso aus wie das Sofa. Stattdessen sollte ein Schreibtisch zum Lernen dienen. Ist der Tisch nach den oben genannten Kriterien eingerichtet, so geht das Lernen hier besser von der Hand.