Kontaktlinsen oder Brillen – was sind die Vor- und Nachteile?

Keine Frage: Studierende sollten immer den Durchblick behalten! Wer fleissig lernt und studiert, kommt schliesslich selten umhin, stundenlang in dicken Büchern zu wälzen. Oft wird daher der Kauf einer Brille oder von Kontaktlinsen fällig: Wer vom Augenarzt eine Sehhilfe verschrieben bekommt, hat dann die Qual der Wahl. Um die Entscheidung etwas zu erleichtern, klärt unser Ratgeber Vor- und Nachteile beider Varianten.

Brillen – inzwischen zum modischen Accessoire avanciert

Die Zeiten als Brillenträger uncool waren und auf dem Schulhof wegen ihrer Sehhilfe gehänselt wurden, sind lange vorbei. Inzwischen wird die Brille als modisches Statement stolz auf der Nase getragen. Laut diesem Artikel verschiebt sich heuer der Trend von den kantigen Nerd-Brillen zu filigraneren Fassungen mit weicheren Formen. Die Gläser sind dabei oval oder komplett rund. Doch welcher Brillentyp einem steht, hängt auch massgeblich vom eigenen Gesicht ab: Für rundliche Gesichter ist auch weiterhin eine kantige Brille die richtige Wahl. Wer hingegen markante Gesichtszüge hat, kann das eigene Gesicht durch aktuelle Trendfassungen weicher wirken lassen.

Der Nachteil einer Brille gegenüber Kontaktlinsen liegt auf der Hand: Durch den Rahmen und die Bügel wird das Sichtfeld des Trägers bzw. der Trägerin je nach Modell signifikant eingeschränkt. Das ist vor allem bei kantigen Modellen mit starken Bügeln häufig der Fall. Wer sich daran stört, ist mit Kontaktlinsen vermutlich besser beraten.

Kontaktlinsen: Die unauffällige Sehhilfe

Kontaktlinsen haben den Vorteil, dass sie äusserst unauffällig sind und das Sichtfeld nicht eingeschränkt wird. Wer in der Freizeit intensive Sportarten betreibt, bei denen Brillen leicht verloren oder beschädigt werden können, ist mit Kontaktlinsen genau richtig beraten. Dieser Artikel von Fielmann empfiehlt auch, speziellen Berufsgruppen wie Chirurgen eher zu Kontaktlinsen zu greifen. Gilt es doch gerade in ihrem Berufsfeld, selbst kleinste Details genau im Blick zu behalten.

Wer sich für Kontaktlinsen entscheidet, muss einige Punkte beachten: Bei der Anpassung durch einen Augenoptiker muss neben der Sehstärke und der Beschaffenheit der Augen auch der individuelle Tränenfilm als zusätzlicher Faktor bedacht und überprüft werden. Wer nach dem Kauf mit seinen Kontaktlinsen viel am Bildschirm arbeiten muss, sollte dementsprechend auch darauf achten, sehr viel zu blinzeln. So wird vermieden, dass die Augen austrocknen. Zusätzlich kann sich die Beschaffenheit des Tränenfilms mit der Zeit verändern. Wie auch hier zu lesen ist, wird daher zu regelmässigen Kontrollen geraten.

Auch das Einsetzen der Kontaktlinsen bereitet einigen Nutzern Probleme. Grund dafür ist der natürliche Schutzreflex des Augenlids. In einem Interview von Spiegel Online wird verraten, wie man den Schutzmechanismus überlisten kann: Empfohlen wird, die Wimpern des Oberlides mit den Fingern der einen Hand an den Knochen über das Auge zu ziehen. Mit der anderen Hand wird das Unterlid heruntergezogen, sodass die Linse, auf Zeige- oder Mittelfinger liegend, frontal eingesetzt werden kann. Wer unsicher ist, trainiert am besten mit dem Optiker. Mitunter kann es aber auch vorkommen, dass sich ein Augenpaar anatomisch nicht für Kontaktlinsen eignet. In diesem Fall raten Optiker meist zu einer herkömmlichen Brille.

Vor- und Nachteile der beiden Sehhilfen hängen also von zahlreichen Faktoren ab: Die anatomische Beschaffenheit des Auges, Einsatzzwecke und modische Gesichtspunkte spielen bei der Entscheidung für Brillen oder Kontaktlinsen eine Rolle und müssen stets individuell erwogen werden.


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