Richtig smalltalken will gelernt sein!

Smalltalk ist nicht sehr schwierig zu erlernen. Deshalb solltet ihr es unbedingt auch tun. Denn obwohl Smalltalk nur ein oberflächliches Gespräch ist, kann es doch eine grosse Wirkung zeigen. Wir schnell passiert es, dass bei einem Business-Apéro ins Fettnäpfchen getreten wird und dann dieser Eindruck ewig an einem haften bleibt. Damit euch so etwas nicht passiert, haben wir die wichtigsten Smalltalk-Regeln für euch zusammengefasst.

Smalltalk ist die Kunst, sich mit fremden Leuten über ein unwichtiges Thema zu unterhalten, sich zu amüsieren und dabei gleichzeitig einen guten Eindruck zu hinterlassen. Smalltalk ist ein Spiel, bei dem die Regeln von Sensibilität, Respekt und Toleranz geprägt sind.
Themen wie Politik, Krankheit, Geld, Religion, ethnische Konflikte, Moral und Kritik sind beim Smalltalk ungeeignet. Das Gleiche gilt auch für verfängliche Witze. Ferien, Garten, Hobby, Sport, Kultur, Essen und Trinken, Haustiere und natürlich das Wetter sind sehr gute Themen, um sich locker miteinander zu unterhalten.
Smalltalk ist eher oberflächlich und sollte es auch bleiben. Trotzdem versucht man, möglichst konkret zu sein. Allgemein Gültiges wie «Auch im Stress heute?» hört man überall. Besser ist: «Sie sind doch auch Hobbykoch. Kennen Sie das Restaurant, wo die Gäste selber mitkochen?»
Durch Blickkontakt und Rückfragen oder Bemerkungen zum Gesagten zeigt man Interesse an der Unterhaltung. Mit konkreten Kommentaren zeigt man seinem Gegenüber, dass man sich wirklich mit ihm auseinander gesetzt hat. Das bleibt in Erinnerung und wird geschätzt.

Smalltalker vs. Nichttalker

Beim Smalltalk lassen sich zwei Typen von Menschen unterscheiden: Der Smalltalker und der Nichttalker. Der Smalltalker steuert das Gespräch und bestimmt die Themen. Der Smalltalker sollte feinfühlig auf den Nichttalker eingehen und dem Nichttalker entgegenkommen. Wer offene Fragen stellt, wird viele und auch ausführliche Antworten ernten.
Viele zurückhaltende Menschen tun sich schwer mit ihrer ruhigen Art. Solltest du eher zu den Nichttalkern gehören: Steh zu dir und deinem persönlichen Stil! Ruhige, verständnisvolle Menschen sind oft beliebter als die lauten und trendigen Wortführer. Aber was tun, wenn du doch in einer Smalltalk-Situation gefangen bist? Stell offene Fragen und lass dein Gegenüber reden!

Smalltalk - Übung macht den Meister

Überleg dir schon im Voraus die drei Smalltalk-Themen, das Anlass-Thema, das Gegenüber-Thema und dein Lieblings-Thema:
• Beim Anlass-Thema geht es darum, den Ort, das Essen, die Gastgeber und den Anlass selber zu behandeln.
• Das Gegenüber-Thema definiert, worauf du bei deinem Gesprächspartner eingehst. Schau ihn dir genau an. Ist er ein Fussballfan oder eher ein Briefmarkensammler? Trinkt er gerne Bier oder lieber Wein?
• Was dein Lieblings-Thema ist, weisst du selbst am besten.
Damit hast du die Hauptarbeit bereits geleistet. Jetzt brauchst du nur noch offene Fragen zu deinen Themen zu stellen. So bringst du dein Gegenüber zum Reden und wirst viele und auch ausführliche Antworten ernten!
Übe einmal in einem Umfeld, in dem du dich wohl fühlst – bei Freunden oder in der Familie. Zuerst überlegst du dir die drei Themen, dann suchst du dir lockere Einstiegssätze. Versuch dabei Blickkontakt mit dem Gegenüber aufzunehmen und zu halten. Übung macht den Meister!

Der Gesprächseinstieg

Jedes Gespräch beginnt damit, dass man sich einen Gesprächspartner ausliest. Dabei geht man auf den zu, der eine sympathische Ausstrahlung hat. Mit Anlass-Fragen wie «Ist das nicht eine tolle Aussicht hier?» oder dem Gegenüber-Thema wie «Haben Sie den Match zwischen dem FCB und YB auch gesehen?» entwickelt sich leicht ein Gespräch.
Für den Anschluss an eine Gruppe gibt es ein Hilfsmittel, den strategischen Dreierschritt:
• In offener Haltung auf die Gruppe zugehen.
• Sich durch Blickkontakt mit dem Gruppenführer bemerkbar machen.
• Eine kleine Pause nutzen, um den Gruppenführer oder die ganze Gruppe anzusprechen.

Sich rechtzeitig verabschieden

Sind die Gespräche vorbei, kommt die Verabschiedung. Hier gibt es eine einfache Grundregel für das Timing: Nicht der Erste und nicht der Letzte sein. Spätestens gegen Mitternacht verabschiedet man sich. Mit Sensibilität und Toleranz findet man den richtigen Moment.
Beim Abschied bedankt man sich mündlich, je nach Grösse und Wichtigkeit des Anlasses auch noch schriftlich. Bei geschäftlichen Anlässen kann man zu seinem Dankesschreiben auch noch Visitenkarten oder Flyer dazulegen.