Selbstkochen ist gesund und schont Umwelt sowie Geldbörse

Das Klischee, Studenten würden sich vor allem von ungesundem Fast Food und Fertiggerichten ernähren, hält sich hartnäckig. Nicht ohne Grund gibt es einen sogenannten "Studentenauflauf", der aus mit Käse überbackenen Nachos besteht. Leider greifen viele Studenten tatsächlich oft zu ungesunden Nahrungsmitteln, in dem irrigen Glauben, damit Geld und Zeit zu sparen.

Mit den folgenden Tipps ist es gar nicht so schwer, für eine ausgewogene Ernährung zu sorgen, regelmässig frisch zu kochen und dabei gleichzeitig sowohl die Umwelt als auch den Geldbeutel zu schonen.

Auf saisonale und regionale Kost achten

Der Irrglaube, frische Lebensmittel seien teuer, ist weit verbreitet. Doch wer sich nach saisonalem Obst und Gemüse umschaut, kann einiges sparen – und tut gleichzeitig der Umwelt etwas Gutes. Man findet heutzutage zwar in den Supermärkten das gesamte Jahr über eine riesige Auswahl an Obst und Gemüse, doch die grossen Ketten beziehen ihre Ware meist aus aller Welt anstatt direkt aus der Region. Sowohl das Züchten im beheizten Gewächshaus als auch der Transport aus weit entfernten Regionen verbrauchen reichlich Energie – und häufig enthalten die gelieferten Nahrungsmittel weniger Nährstoffe. Nur wenn nämlich die Ernte zum optimalen Reifepunkt stattfindet und die Pflanzen ausreichend Sonnenlicht abbekommen haben, sind Vitamine und Nährstoffe auch beim späteren Verzehr in höchster Konzentration vorhanden.

Regional angebautes Obst und Gemüse hat keine langen Transportwege hinter sich. Der Effekt: Die Nährstoffe bleiben erhalten, die Ware ist frisch und schmeckt auch besser. Und da die Transportkosten weniger hoch sind, bleiben meist auch die Verkaufspreise vergleichsweise niedrig.

Natürlich muss man sich etwas einschränken, wenn man auf regionale und saisonale Speisen zurückgreifen möchte. Erdbeeren und Kirschen gibt es dann nur im Sommer – und im Winter landen überwiegend Rüben und Kohl auf dem Teller. Saisonkalender bieten einen Überblick darüber, wann welches regionale Obst und Gemüse in der Schweiz geerntet wird. Wer darauf achtet, erweitert durch die Ernährungsumstellung möglicherweise auch seinen Horizont. Kaum jemand weiss schliesslich heutzutage doch noch, wie viel unterschiedliches Wurzelgemüse hierzulande wächst oder wie man es zubereitet.

Mittlerweile gibt es viele Anbieter, die Gemüsekisten wöchentlich bis monatlich direkt frei Haus liefern. Die Boxen enthalten biologisch angebautes und saisonal zusammengestelltes Obst und Gemüse aus der Region. Vor allem für WGs sind solche Kisten praktisch: Es steht immer frisches Obst und Gemüse bereit, und die Kosten kann man sich teilen.

Experimentierfreudig sein

Natürlich sollte man aus den frischen Produkten auch ein schmackhaftes Mahl zaubern: Statt immer zu denselben Tiefkühlgerichten zu greifen, kann man ruhig mal ordentlich auftischen: Warum nicht einmal im Monat mit Freunden gemeinsam ein Drei-Gänge-Menü kochen und neue Rezepte ausprobieren?

Natürlich darf man sich dabei auch mal einen guten Schluck Alkohol gönnen. Aber gerade wenn man sich richtig Mühe mit einem Gericht gemacht hat, kann man dazu auch mal etwas anderes versuchen als das Standard-Bier. Auf Mondovino kann man beispielsweise nachlesen, welche Weine am besten mit welcher Vorspeise harmonieren. Im Regelfall sollte der Wein zur Vorspeise leichter sein als der Wein zum Hauptgericht.

Wer das Ganze spielerischer gestalten möchte, der kann mit seinen Freunden nach dem Vorbild der TV-Show SwissDinner Kochabende veranstalten. Jedes Wochenende ist ein anderes Team an der Reihe, die Freunde zu bekochen.

Zeit sparen mit “Meal Prepping”

Wer auch unter der Woche Lust auf aufwendigere Gerichte hat, sollte sich am Wochenende ein paar Stunden Zeit nehmen und verschiedene Speisen vorkochen. Die Gourmets und Foodies auf Instagram nennen das auch “Meal Prep” (von “to prepare a meal” – also “eine Mahlzeit vorbereiten/vorkochen”). Dort oder in spezialisierten Online-Magazinen findet man Inspiration, Tipps und geeignete Rezepte zum Vorkochen. Das “Meal Prepping” sorgt dafür, dass man unter der Woche Zeit spart und sich täglich gesund und bewusst ernährt.

Also Schluss mit überteuertem Fast Food und Fertiggerichten!



Bildrechte: Flickr IMG_1310 with wind CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten