Vier Stil-Tipps für Bewerbungsgespräche

Gute Manieren helfen, in Vorstellungsgesprächen die grössten Fettnäpfchen zu umgehen. Euer Chef weiss das und achtet daher bei Bewerbern nicht nur auf fachliche Fähigkeiten und Soft Skills, sondern auch auf gute Manieren.

Wenn dich dein Chef das nächste Mal also nach deinem «Bauchgefühl» fragt, hilft dir deine Intuition sicherlich weiter – und diese Benimm-Tipps für Vorstellungsgespräche:

Tipp 1:  Pünktlichkeit ist das A und O – Demut ist nicht gefragt

• Längere Anfahrtswege, Staus und genügend Zeit, um an der Pforte Formulare auszufüllen, sollten unbedingt einkalkuliert werden. Am besten trifft der Bewerber eine Viertelstunde vor Terminbeginn ein.
• Auf der anderen Seite sollte der Bewerber aber auch nicht zu demütig sein und übermässig lange auf die Firma warten. Nach einer halben Stunde ist es absolut legitim, nach den Gesprächspartnern zu fragen.

Tipp 2:  Die Rangfolge muss eingehalten werden

• Zunächst stellt sich der Bewerber mit Vor- und Nachnamen vor.
• Den Händedruck bietet der Einladende, also Ihr Chef an.
• Der Kandidat setzt sich, wenn ihm ein Sitzplatz angeboten wird.
• Betritt ein Interviewer verspätet den Raum, steht der Bewerber auf, um auch diesen korrekt zu begrüssen – auch, wenn der Bewerber eine Dame ist.

Tipp 3:  Vorsicht vor dem «Revier» des Vorgesetzten

• Auch der Respekt vor dem Platz des Gegenübers zeugt von gutem Benehmen. Deshalb sollten Bewerber auf keinen Fall ihre Unterarme auf den Schreibtisch des potenziellen Arbeitgebers stützen oder darauf ungefragt Notizen machen.
• Auch männliche Bewerber sollten beim Sitzen unbedingt ihre Beine geschlossen halten.

Tipp 4:  Bescheidenheit mit Mass ist eine Zier

• Die Höflichkeit gebietet es, dass die Gesprächspartner aufeinander eingehen. So zeigt der Bewerber zum Beispiel durch offene Gesichtszüge, einen freundlichen Blick und Nachfragen, dass er seinem Gegenüber zuhört.
• Ein Affront ist es, wenn der Bewerber seinem Gegenüber einfach ins Wort fällt. Vor allem in deutschsprachigen Nachbarländern wie Österreich oder der Schweiz erwarten zukünftige Chefs deutlich mehr Bescheidenheit von Bewerbern als in Deutschland.